Das neue Jahr hat für die hessischen Handwerksbetriebe relativ schwach begonnen. Nach dem starken Jahr 2012 war erst einmal eine Verschnaufpause angesagt, die auf die schwierigen Witterungsverhältnisse zurückzuführen ist, aber auch auf den anhaltenden Negativtrend im Kfz-Gewerbe.
Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Konjunkturumfrage der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern. Ein genereller Abwärtstrend werde nach Auffassung des Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern, Bernd Ehinger, mit diesem schwächeren Jahresanfangsquartal nicht eingeleitet. Die geäußerten Erwartungen der Befragten machten deutlich, dass es im Handwerk wieder aufwärts gehen wird.
Im ersten Quartal des Jahres 2013 bewerteten 75 Prozent der Betriebe ihre aktuelle Geschäftslage mit „gut“ bzw. „befriedigend“, das waren deutlich weniger als bei der sehr guten Vorjahresumfrage (80 Prozent). Jedoch prognostizieren die Befragten für die kommenden drei Monate wieder eine gute Konjunkturlage. Knapp 85 Prozent erwarten für das Sommerquartal gute bzw. befriedigende Geschäfte. Für den Geschäftsklimaindex, der die aktuelle und künftige Geschäftslage abbildet hatte das zur Folge, dass er gegenüber dem Vorquartal leicht um 0,7 auf 79,7 Punkte zurückging. Der langfristige Mittelwert liegt bei 71,1 Punkten.
Die größte Zufriedenheit äußerten im ersten Quartal die Nahrungsmittelhandwerke. Über 83 Prozent der Befragten gaben ihrer aktuellen Geschäftslage die Note „gut“ bzw. „befriedigend“. Weniger Zufriedenheit herrschte im Bauhauptgewerbe (73,8 Prozent), das sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechterte. Hier spielte der lange Winter eine wichtige Rolle, viele Betriebe konnten erst in den letzten Wochen den Baustellenbetrieb wieder aufnehmen. Die widrigen Wetterverhältnisse hatten auch Auswirkungen auf die Beschäftigtensituation, wobei der Personalabbau jedoch in den zu dieser Jahreszeit üblichen Grenzen blieb. Insgesamt 13 Prozent der Betriebe haben ihren Personalstamm reduziert, während 7 Prozent der Betriebe sogar weiteres Personal einstellte. Die übrigen 80 Prozent hielten an ihren Beschäftigten fest.
Die Erwartungen für das zweite Quartal des Jahres sind optimistisch. Handwerkspräsident Ehinger: „Das lässt hoffen, dass die aktuell schwächere Entwicklung im ersten Quartal nur ein Zwischenspiel war und keine Trendwende in der insgesamt guten Konjunkturentwicklung des hessischen Handwerks.“ Denn sowohl bei Auftragseingängen und -beständen, als auch bei Umsatz und Personal, zeige die Kurve wieder nach oben.
Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern

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